www.marktplatz-oberhessen.de

Handel ohne Geld

Marktplatz Frankfurt 1Die Marktplatz-Methode funktioniert nach dem bekannten Marktprinzip. Neu und innovativ ist, dass auf diesem Markt nicht Waren oder Dienstleistungen, sondern freiwilliges Engagement und nicht-monetäre Unterstützung gehandelt werden.

Um den Handel auf dem Engagement-Parkett in Schwung zu bringen, gibt es einen Moderator. Zusätzlich sorgen Makler dafür, dass zusammen kommt, was zusammen gehört. Am Ende stehen verbindliche Vereinbarungen, die schriftlich festgehalten und unterzeichnet werden.

www.marktplatz-oberhessen.de

"Gute Geschäfte" funktionieren auf Gegenseitigkeit

Marktplatz Offenbach3 Es gibt fast nichts, was es nicht gibt: "Gute Geschäfte" zwischen Unternehmen und Gemeinnützigen funktionieren idealerweise auf Gegenseitigkeit. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Hier einige Beispiele:

  • Eine Apotheke stellt eine Erste-Hilfe-Ausrüstung für ein Mehrgenerationenhaus zur Verfügung. Als Gegenleistung darf die Apotheke in der Caféteria der Einrichtung werben.
  • Ein Autohaus stellt für ein Wochenende Fahrzeuge für den freiwilligen Seniorenfahrdienst zur Verfügung. Das Freiwilligenzentrum, das den Fahrdienst koordiniert, macht diese Unterstützung werbewirksam auf seiner Homepage bekannt.
  • Die EDV-Spezialisten eines Unternehmens bieten dem örltichen Mütterzentrum Unterstützung bei der Computerbenutzung an. Das Mütterzentrum revanchiert sich beim Betriebsfest mit der Aktion Kinderschminken.
  • Ein Unternehmen (Finanzdienstleister) schenkt dem DRK Bürostühle, die im Unternehmen nicht mehr gebraucht werden, aber noch völlig in Ordnung sind. Als Gegenleistung stellt das DRK Helferinnen und Helfer für einen Sponsorenlauf zur Verfügung, den das Unternehmen initiiert hat.
  • Die Konzernkommunikation eines Unternehmens berät den örtlichen Turn- und Sportverein bei der Gestaltung eines Imageflyers und überarbeitet die dafür vorgesehenen Texte. Eine Trainerin bietet dafür einen Einfühurngskurs Autogenes Training für die Beschäftigten an.
  • Ein Steuerberatungsbüro unterstützt einen Kinderzirkus bei dessen Buchführung. Dafür dürfen bekommen die Beschäftigten des Büros für sich und ihre Kinder Freikarten für eine Zirkusvorstellung.
  • Ein Dachdecker-Betrieb baut für eine Altentagesstätte einen überdachten Außensitz. Die Einrichtung muss lediglich die Kosten für die Baumaterialien zum Einkaufspreis übernehmen. Die Pressewartin des Trägervereins organisiert daraufhin einen Pressetermin „Erster Spatenstich“, bei dem die Unterstützungsleistung öffentlich gemacht wird.
  • Ein Baumarkt liefert der Kindertagesstätte neuen Sand für das Außenspielgelände. Dafür übernehmen Mitarbeiterinnen der KiTa beim nächsten verkaufsoffenen Sonntag für drei Stunden die Kinderbetreuung.
  • Ein Grafikbüro erstellt für einen kurdischen Freundschaftsverein eine Homepage. Dieser revanchiert sich mit einer Teezeremonie bei den Grafikern, die dazu auch noch zwei bis drei Kunden einladen.
  • Ein Unternehmen stellt dem Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing e.V. für ein Jahr einen Tagungsraum jeweils am Wochenende zur Verfügung. Der Verein bietet daraufhin einen Workshop für die Personalabteilung und den Betriebsrat zum Thema Mobbing an und verfasst einen Fachbeitrag für die Mitarbeiterzeitung.

Diese Auswahl an "Guten Geschäften" steht stellvertretend für vielen weitere Vereinbarungen, die beim Marktplatz getroffen werden können. Jenseits von Geldspenden und Sponsoringverträgen ist vieles möglich!

www.marktplatz-oberhessen.de

Marktplatzmethode nach niederländischem Vorbild

Marktplatz_Holland„Internationale Erfahrungen zeigen, dass für den Erfolg von lokalen Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen methodisches Wissen und Management-Kompetenz notwendig sind“, erläutert Gerd Placke von der Bertelsmann Stiftung. Die Stiftung hat 2006 nach niederländischem Vorbild insgesamt drei Marktplätze für Unternehmen und Gemeinnützige als Pilotprojekte initiiert, zwei davon in Hessen. Inzwischen gab es bundesweit bereits mehrere Marktplätze, bei denen Unternehmen und Gemeinwohlorganisationen gute Geschäfte miteinander ausgehandelt haben. In Hessen fanden 2007 Marktplätze in Frankfurt und Darmstadt und und in der ersten Jahreshäfte 2008 in Kassel und Offenbach statt.

Mehr über die Marktplatzidee und den Nutzen für Teilnehmende erfahren Sie auf den Marktplatz-Seiten der Bertelsmann Stiftung.
www.marktplatz-oberhessen.de

So kann ein Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige aussehen

MarktplatzOF2